Jugendarbeitslosigkeit wird zu immer groesserem Problem

1. Juni 2012

Schon jetzt sind ueber 400.000 junge Leute unter 24 Jahren als arbeitslos registriert.

Neben den oestlichen Wojewodschaften sind besonders die Wojewodschaften mit grossen Universitaetsstandorten betroffen. Mit 26,2 %
Arbeitslosen in der genannten Altersgruppe fuehrt die Wojewodschaft Kleinpolen mit Krakau die Statistik an. An zweiter Stelle mit 24,2 % folgt bereits Grosspolen mit Posen. “Durch die sich hinziehende Krise verschlechtert sich die Situation weiter”, aeussert sich Arbeitsminister Koziniak-Kamysz in der gestrigen Gazeta Wyborcza besorgt.

Die Regierung will jetzt zumindest 3000 jungen Leuten den Einstieg ins Berufsleben ermoeglichen. In 23 ausgewaehlten Staedten und Landkreisen – neben Krakau und Posen gehoeren u. a. Radom, Walbrzych und Suwalki dazu – sollen berufliche Schulungen und Berufspraktika organisiert werden. Die oertlichen Arbeitsaemter sollen fuer jeden Teilnehmer an dem Programm individuelle “Aktivierungsplaene” entwickeln.

Von grundsaetzlichen Zweifeln abgesehen, ob solche Arbeitsmarktmassnahmen wirklich zu dauerhaften Jobs fuehren, leidet das Programm vor allem unter der unzureichenden Finanzausstattung. Gerade einmal 40 Mio. Zloty (ca. 9,3 Mio. Euro) wollte der Finanzminister dafuer zur Verfuegung stellen. In der Gazeta Wyborcza gibt der stellvertretende Arbeitsminister Jacek Mecina auch offen zu, dass mit diesem Betrag kein sinnvolles Programm durchgefuehrt werden koenne und eigentlich 300 Mio. Zloty notwendig seien.

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