Diskussion über Steuererhöhungen stützt Zloty-Kurs
27. Juli 2010
Michal Boni, Minister ohne Geschäftsbereich und wichtigster Berater von Donald Tusk, hat jetzt in einem Rundfunk-Interview die Diskussion über Steuererhöhungen angestossen.
Man müsse jetzt darüber nachdenken, ob die 2-3 % des Bruttoinlandsprodukts, die in den letzten Jahren durch Steuerminderungen dem Staatshaushalt verloren gegangen sind, nicht kompensiert werden müssen, so Boni. Neben der Erhöhung bestimmter Steuern kann er sich auch eine Anhebung des Rentenversicherungsbeitrages vorstellen.
Auch mehr und mehr Ökonomen, die von Wirtschaftsmedien gern zitiert werden, zeigen sich offen für eine Senkung des hohen Haushaltsdefizits mittels Steuererhöhungen. Die jüngste Krise um die ungarischen Staatsschulden (www.infoseite-polen.de/newslog/ßp=3247) hat offenbar viele aufgeschreckt, andererseits wird der konjunkturelle Aufschwung schon wieder als relativ robust eingeschätzt.
Die Devisenhändler bedankten sich gestern auf ihre Art für die Diskussion über Steuererhöhungen und fragten wieder verstärkt Zloty nach. Der Kurs legte im Tagesverlauf um 1 % zu und notierte am Abend bei rund 4.02 für einen Euro, so niedrig wie seit Ende Mai nicht mehr. Die Berg- und Talfahrt des Zloty dürfte damit aber nicht beendet sein, denn die polnische Währung ist auch beliebtes Objekt von Spekulationsgeschäften.













