Drei polnische Sportler unter Doping-Verdacht

13. März 2010

Die Ski-Langläuferin Kornelia Marek und die Cross-Radfahrer Pavel und Kacper Stepaniak wurden des EPO-Dopings überführt.

Bislang liegt jedoch nur die A-Probe vor, die bei Marek während der Olympischen Winterspiele in Vancouver vorgenommen wurde. Sollte die B-Probe das gleich Ergebnis zeigen, was wahrscheinlich ist, würde das für Marek und Kacper Stepaniak eine mehrjährige Wettkampfsperre zur Folge haben. Der ehemalige Jugend-Weltmeister Pavel Stepaniak, der bereits einmal des Dopings überführt wurde, müsste dagegen mit einer lebenslange Sperre rechnen.#

Das Polnische Olympische Komitee hat vom polnischen Skiverband und dessen Präsidenten Tajner Aufklärung in der Sache Kornelia Marek gefordert. Die Angelegenheit ist delikat, weil Marek dem Staffelteam angehörte, in dem auch die Weltcup-Beste und Olympiasiegerin über 30 km, Justyna Kowalczyk, an den Start ging. Kowalczyk war 2005 bei einer Dopingkontrolle aufgefallen, hatte in Vancouver andererseits ihre norwegische Konkurrentin Björken indirekt des Dopings beschuldigt.

Die polnischen Medien berichten, wenn überhaupt, nur kurz von dem Vorgang. In den Internetforen beziehen die meisten Teilnehmer jedoch eine ausgesprochen kritische Position zum modernen Leistungssport.

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