Arbeitgeber befuerchten weitere Arbeitsemigration
25. Februar 2010
78 % der polnische Arbeitgeber haben Sorge, dass die Auswanderung qualifizierter Menschen ihnen demnaechst neue Probleme bereitet.
In einer umfangreichen Untersuchung der Krakauer Jagiellonen-Universitaet ueber die Entwicklung des polnischen Arbeitsmarktes steht bei den Arbeitgebern die Sorge um die Rekrutierungsmoeglichkeit qualifizierten Personals in Folge der Arbeitsemigration an erster Stelle. Die Universitaet hatte vom Meinungsforschungsinstitut TNS OBOP im Sommer 2009 1037 Arbeitgeber befragen lassen.
Die Rzeczpospolita zitiert in ihrer heutigen Ausgabe Adam Ambrozik von der Konfoederation polnischer Arbeitgeber mit den Worten, dass die polnische Volkswirtschaft nicht so innovativ sei wie die im Westen und deshalb die Spezialisten auswandern. Der Krakauer Professor Andrzej Jajszczuk dagegen befuerchtet weniger die Abwerbung polnischer Spezialisten als die Abwanderung von Studenten und Abiturienten.
Tatsaechlich zieht viele dieser sehr jungen Leute auch nicht irgendeine Innovationsfaehigkeit ins westliche Ausland. Junge Polen mit guter Schulausbildung, die temporaer oder dauerhaft in einem englischen Pub, einer hollaendischen Gaertnerei oder einem deutschen Altenheim arbeiten, tun dies in der Regel, weil in Westeuropa die Verdienstmoeglichkeiten grundlegend guenstiger sind.













