Rueckgang beim Einzelhandel, Arbeitslosigkeit steigt

25. Februar 2010

Die am Dienstag veroeffentlichten Zahlen ueber die Einzelhandelsumsaetze im Januar zeigen im Jahresvergleich einen Rueckgang um real 1,1 %.

Einen Rueckgang bei den Einzelhandelsumsaetzen musste das Statistische Hauptamt zuletzt vor 5 Jahren registrieren. Die Entwicklung sorgt fuer Aufmerksamkeit, weil der private Verbrauch mit ca. 60 % am Bruttoinlandsprodukt beteiligt ist und als eine wichtige Stuetze der Konjunktur gilt. In den meisten Medien wird die Entwicklung aber vor allem mit dem ausgepraegten Winterwetter in Verbindung gebracht.

Es koennte sich allerdings auch negativ auf die Einzelhandelsumsaetze ausgewirkt haben, dass einige Konsumenten offenbar inzwischen an der Grenze ihrer Verschuldungsfaehigkeit angelangt sind. Erst vor wenigen Tagen berichteten polnische Zeitungen, dass im Januar der Umfang der neu “notleidend” gewordenen Kredite erstmals die 1-Milliarde-Schwelle ueberschritten hat.

Das Winterwetter gilt auch als Ursache fuer einen unerwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit von 11,9 % im Dezember auf 12,7 % im Januar. Ein Blick auf die Entwicklung in den einzelnen Regionen offenbart allerdings, dass die Entwicklung dort sehr unterschiedlich ist. Im Jahresvergleich besonders deutlich gestiegen ist z. B. die Arbeitslosigkeit in den Regionen, die von den Werftenschliessungen betroffen sind. In der Wojewodschaft Westpommern (Szczecin) stieg sie von 13,3 % auf 17,7 %, in der Wojewodschaft Pommern (Gdansk) von 8,4 % auf 13 %.

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