Deutscher Finanzinvestor übernimmt polnische Chemiewerke

4. Februar 2010

Die in Duisburg beheimatete PCC SE verhandelt z. Zt. mit dem Schatzministerium über den Kauf der Chemie- und Kunstdünger-Werke in Tarnow und Kedzierzyn.

Laut TVP Info ist PCC SE inzwischen der einzige Konzern der aus der Sicht des Schatzministeriums als “strategischer Investor” in Frage kommt. Die Verhandlungen sollen bis 22. März abgeschlossen sein.

Das Schatzministerium besitzt zusammen mit der staatlich kontrollierten Holding Polska Nafta an dem Unternehmen in Tarnow noch 53 %. Für die “Zaklady Azotowe Tarnow” hatte es 2008 bereits einen Börsengang gegeben. An dem Unternehmen in Kedzierzyn verfügen Ministerium und Polska Nafta noch über einen Anteil von 86 %. Zu beiden Unternehmen gehören Beteiligungen an kleineren Unternehmen. Mit dem Verkauf der Unternehmen in Tarnow und Kedzierzyn soll die Privatisierung der noch im staatlichen Besitz befindlichen Chemie-Werke eingeleitet werden.

 PCC Se besitzt bereits Anteile an polnischen Chemiewerken und ist auch im Logistikbereich tätig. Die DB-Tochter Schenker hält einen Anteil von 18 %. Das Unternehmen tritt in Polen jetzt vornehmlich als Finanzinvestor auf und ist im Dezember 2009 als solcher unter der Bezeichnung PCC S.A. an die Warschauer Börse gegangen.

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