Auch in grossen Städten steigt die Arbeitslosigkeit

11. Januar 2010

Die Arbeitslosigkeit in den grossen Städten Polens ist relativ niedrig, aber sie steigt schneller als in Kleinstädten und Dörfern.

Warschau 2,8 %, Poznan (Posen) 3,1 %, Gdansk (Danzig) 4,6 %, Wroclaw (Breslau) 4,8 %, – die Arbeitslosenquote in den grossen Städten war im Vergleich zum Landesdurchschnitt (11,4 %) im November 2009 immer noch sehr niedrig. Polnische Provinzstädte und ländliche Regionen können von solchen Quoten nur träumen.

Auch in vielen der kreisfreien Städte, denen im Unterschied zu den vorgenannten Metropol-Städten des grosse Arbeitsplatzangebot im Dienstleistungsbereich fehlt, ist die Arbeitslosenquote zweistellig. Den Rekord hält hier die Weichselstadt Grudziadz mit 21,2 %, gefolgt von Radom mit 20,9 %. Von den Städten über 300.000 Einwohnern liegt Szczecin (Stettin) mit 7,6 % vorn.

Doch das Statistische Hauptamt GUS warnt jetzt davor, sich durch die Zahlen täuschen zu lassen. Denn nirgendwo ist die Arbeitslosigkeit so stark gestiegen, wie in den Metropolstädten. In den 10 grössten Städten des Landes wurde zwischen dem November 2008 und dem November 2009 ein Anstieg von 61 % registriert. Den Rekord hält die westpommersche Hauptstadt Szczecin, in der sich nach der Werftenschliessung die Arbeitslosigkeit fast verdoppelt hat.

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