Bahn-Privatisierung im Eiltempo
3. August 2009
Transportminister Grabarczyk hat jetzt für nächstes Jahr den Börsengang des PKP-Fernverkehrsunternehmens PKP Intercity angekündigt.
Bereits bis November 2009 will sein Ministerium ein Emissions-Prospekt erstellt haben, aus dem hervorgeht, wieviel Prozent der Unternehmensanteile an der Börse angeboten werden und wie hoch der Ausgabepreis der ersten Aktien sein wird. Nicht ganz klar ist, ob mit der Ankündigung Grabarczyks die Suche nach einem “strategischen Investor” endgültig aufgegeben wird.
Das Transportministerium erhofft sich von dem Börsengang mittelfristig bis zu 3 Mrd. Euro, die in die Modernisierung des Unternehmens gesteckt werden sollen. Insbesondere der noch weitgehend aus den 70er Jahren stammende Lokomotiven-Park von PKP Intercity müsste dringend erneuert werden. Kritiker meinen jedoch, dass die Bahn wenig von den Börseneinnahmen sehen wird, weil die Regierung quasi jeden Zloty zum Stopfen der Haushaltslöcher benötigt.
Neben PKP Intercity wird auch die Privatisierung des Güterverkehrsunternehmens PKP Cargo vorbereitet. Hier hat das Transportministerium letztens Consulting-Leistungen für den 2011 zu erwartenden Börsengang ausgeschrieben. (s. auch Aritkel: PKP Intercity: Einschnitte im laufenden Fahrplan).













